Beratung

Der BDÜ bietet Mitgliedern kostenlos Hilfestellung, Praxistipps und Informationen in folgenden Bereichen:

  • Existenzgründung
  • Recht
  • Aus- und Weiterbildung
  • Versicherungen
  • Büroorganisation
  • Honorarkalkulation
  • Gerichtsdolmetschen

Existenzgründung

Hinweise für den Aufbau von Businessplänen für Existenzgründergutachten

Dolmetscher und Übersetzer wählen immer häufiger den Weg in die berufliche Selbständigkeit. Doch jede Existenzgründung will gut überlegt und geplant sein. Mitglieder finden in unserem Berufsverband zahlreiche Informationen und praktische Ratschläge zur Verwirklichung dieses Vorhabens.

Wer Fördermittel zur Existenzgründung in Anspruch nehmen will, braucht dazu die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der geplanten Gründung. Als Berufsverband unterstützen wir Dolmetscher und Übersetzer bei der Beantragung von Fördermitteln und erteilen die erforderlichen Stellungnahmen. Für unsere Mitglieder sind diese Leistungen kostenlos.

Bitte beachten Sie dazu folgende Hinweise:

Wichtig ist der durchdachte und systematische Aufbau des Businessplans, angefangen von einer kurzen Darstellung der Geschäftsidee über die genaue Beschreibung, welche Leistungen angeboten werden sollen, an welche Zielgruppe sie sich richten und wie diese Zielgruppe erreicht werden soll. Eine mögliche Gliederung könnte in etwa so aussehen:

  1. Angaben zur eigenen Person
    Qualifikation, evtl. berufliche Entwicklung
  2. Geschäftsidee
    Kurze und prägnante Zusammenfassung Ihrer geplanten Tätigkeit
  3. Dienstleistungsangebot
    Genauere Beschreibung Ihrer geplanten Tätigkeit:
    - angebotene Sprachen und Sprachrichtungen
    - konkret angebotene Leistungen (Übersetzen, Dolmetschen, Lektorat usw.)
    - Fachgebiete: Wo ist schon Erfahrung vorhanden, auf welchen Gebieten verfügen Sie über gesonderte Abschlüsse und Qualifizierungen, in welche neuen Fachgebiete möchten Sie sich noch einarbeiten, was sind Ihre Interessengebiete, Hobbys usw.
    - evtl. Aufbau eines Netzwerks zur Erweiterung des eigenen Angebots Zusammenarbeit mit Kollegen, z.B. um mehr Fachgebiete und größere Auftragsvolumen, weitere Sprachen anbieten zu können, zur Qualitätssicherung usw.
    - Alleinstellungsmerkmal: Welche Vorteile bieten Sie potenziellen Kunden gegenüber anderen Anbietern, z.B. zusätzliche Serviceleistungen (Warum sollte ein Kunde ausgerechnet Sie beauftragen, was können Sie, was andere nicht können?)
  4. Zielgruppe
    Möglichst konkrete Angaben zu
    - Direktkunden: Bestandskunden und potenzielle Neukunden (konkrete Firmen, wenn vorhanden, Branchen usw.)
    - Agenturen
    - Privatkunden
  5. Akquise
    Auf welchen Wegen möchten Sie die Zielgruppe erreichen?
    - eigene Website
    - Eintragungen in Portale und Branchenverzeichnisse (Gute, aussagekräftige Profile)
    - Anzeigen (In welchen Medien und Publikationen?)
    - Beeidigung
    - Eintrag in der Mitgliederdatenbank des BDÜ
    - weitere Möglichkeiten
  6. Darstellung der Marktsituation und bestehender Risiken
    - aktuelle Situation am Markt (Je nach Sprache und Fachgebiet - hohe oder geringe Nachfrage)
    - Konkurrenzsituation
  7. Kosten und Einnahmen
    - Gründungskosten: Welche Anschaffungen sind nötig, wie sollen sie finanziert werden?
    - Rentabilitätsvorschau: Aufstellung zu erwartender Einnahmen (zu Beginn geringer, Einplanung einer Einnahmensteigerung über die Zeit) und Ausgaben nach Kostengruppen
    - Unterm Strich sollte der verbleibende Gewinn nach max. zwei Jahren ausreichen, um die eigenen Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

Allgemeine Hinweise:

Bitte schreiben Sie keine wissenschaftliche Abhandlung. Arbeiten Sie die abgefragten Punkte so ausführlich wie nötig in gut strukturierter Form ab, vermeiden Sie seitenlange Ausführungen, die nichts mit Ihrem Konzept und dessen Realisierung zu tun haben.

Beachten Sie bitte, dass die Prüfung der Geschäftskonzepte und Erarbeitung der Stellungnahmen zur Existenzgründung auf ehrenamtlicher Basis erfolgt. Aus diesem Grund gibt es keinen Anspruch auf bestimmte Reaktions- und Bearbeitungszeiten, auch wenn wir uns in jedem Fall bemühen, die jeweiligen zeitlichen Anforderungen zu erfüllen.

Legen Sie daher Ihr Konzept möglichst frühzeitig vor, damit ausreichend Zeit für die Prüfung und evtl. Überarbeitung vorhanden ist und die Bearbeitung zum gewünschten Termin abgeschlossen werden kann.

 

Diese Hinweise als Startet das Herunterladen der Datei zum Download

 

Abschluss berufsrelevanter Versicherungen

Informationen zur Entschädigung von Dolmetschern und Übersetzern bei Gericht und zum Neuen Sächsischen Dolmetschergesetz
Steuerrechtliche Fragen
Fragen im Zusammenhang mit Existenzgründung

 

Rechtsberatung

Der BDÜ LV Sachsen hat einen Rahmenvertrag mit Rechtsanwalt Siegfried Bullin abgeschlossen, der unseren Mitgliedern kostenfreie Rechtsberatung im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Dolmetscher oder Übersetzer bietet. Die Kontaktaufnahme erfolgt über ein Anfrageformular (Link in den Mitgliederbereich).

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